DEZEMBER 2015

Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden: Musikalischer Sprung über den Atlantik

Mit Werken von Grieg, Gershwin, Bernstein und Porter beschließen Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle am 30. und 31. Dezember das Jahr 2015. Die musikalischen Gäste beim diesjährigen Silvesterkonzert der Staatskapelle sind der chinesische Pianist Lang Lang sowie die beiden Gesangssolisten Rinat Shaham und Lucas Meachem.

Bereits im Jahr 2013 unternahmen Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle in ihrem Silvesterkonzert einen musikalischen Abstecher auf den New Yorker Broadway. Daran knüpfen sie nun an, wenn im diesjährigen Silvesterkonzert Höhepunkte aus den Broadway-Klassikern »Oh, Kay« und »Girl Crazy« von George Gershwin, »Can-Can« von Cole Porter sowie »Wonderful Town« von Leonard Bernstein auf dem Programm stehen. Als Solisten für die Gesangsnummern haben die israelische Sopranistin Rinat Shaham und der amerikanische Bariton Lucas Meachem ihr Kommen angekündigt. Beide treten erstmals im Silvesterkonzert der Staatskapelle auf, für Meachem sind die Auftritte in der Semperoper zugleich sein Debüt in Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Der dritte Solist des diesjährigen Silvesterkonzerts der Staatskapelle ist der chinesische Ausnahmepianist Lang Lang. Er hat in der Vergangenheit bereits mehrfach mit der Staatskapelle musiziert, der Auftritt beim Silvesterkonzert in der Semperoper ist aber auch für ihn eine Premiere. Mit gleich zwei Werken wird er zu erleben sein. Zunächst wird er unter der Leitung von Christian Thielemann das Klavierkonzert in a-Moll von Edward Grieg musizieren, bevor er im weiteren Verlauf des Konzerts mit der »Rhapsody in Blue« von George Gershwin ebenfalls auf die andere Seite des Atlantiks wechseln wird.

»Das Silvesterkonzert 2013 mit Musical-Klassikern der 20er- und 30er-Jahre war ein großer Erfolg und hat allen Mitwirkenden große Freude bereitet. Diese Programmatik wollen wir nun aufgreifen und haben uns dafür Werke vorgenommen, die bis in die 50er Jahre hineinreichen. Diese Dekade war für die Amerikaner, bei allen Problemen, die es damals noch gab, eine Zeit des Aufbruchs, der sich in nahezu allen Lebensbereichen bemerkbar machte. Das Lebensgefühl der ›Goldenen Fünfziger‹ ist in den Werken von Bernstein oder auch Porter nicht zu überhören. Diese Musik passt geradezu ideal in ein Konzertprogramm für den Silvesterabend.«

Christian Thielemann, Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Wie schon in den vergangenen fünf Jahren wird auch das diesjährige Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden vom ZDF aufgezeichnet – und am Silvestertag ab 17.25 Uhr im Hauptprogramm gesendet.

Quelle: Sächsische Staatskapelle Dresden

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SEPTEMBER

CHAPTERS. Daniela Risch - Dresdner Stipendium für Fotografie

3.9.-25.10.2015 Technische Sammlungen Dresden
Mit CHAPTERS präsentiert Daniela Risch Fotografie und Video als Ergebnisse ihres dreimonatigen Arbeitsaufenthaltes in Dresden. Im Frühjahr 2014 arbeitete die in Essen und Berlin lebende Künstlerin im Rahmen ihres Fotografie-Stipendiums der Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden für drei Monate in der sächsischen Landeshauptstadt.

Die Fotografien in der Ausstellung lassen das Einzelbild hinter die Abfolge zurücktreten. Sie zeigen die Stadt meist ohne Passanten als stille Momentaufnahmen, stellen Zusammen-hänge her und bilden Wechselwirkungen zwischen sinnlicher Wahrnehmung und unprätentiöser Sachlichkeit.
Daniela Risch studierte an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin und im Master-studiengang der Folkwang Universität der Künste in Essen. An der Kunsthochschule für Medien in Köln legte sie ihr Diplom ab und wird ab Oktober dieses Jahres Bildende Kunst / Visuelle Medien am Caspar David Friedrich Institut der Universität Greifswald unterrichten. Schon vor Beginn ihres Studiums im Jahr 2005 waren ihre Arbeiten in verschiedenen Galerien zu sehen.

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JUNI 2015

Premiere »Le nozze di Figaro/Die Hochzeit des Figaro« in der Inszenierung von Johannes Erath

Gefährlich sind die Liebschaften auch in dieser Mozart-Oper, die an der Semperoper den bereits begonnenen Da-Ponte-Zyklus fortsetzt: Graf und Gräfin, die Diener Susanna und Figaro und auch der junge Cherubino stürzen sich lustvoll in Affären, um am Ende – für dieses Mal – gerade noch »anständig« und treu zu bleiben. Regisseur Johannes Erath, der erstmals an der Semperoper inszeniert, geht in Mozarts und Da Pontes revolutionärem »Le nozze di Figaro« dem Ideal von der Vereinbarkeit von Lust und Liebe nach und macht aus anfänglich schablonenhaften Figuren immer schärfer gezeichnete Charaktere. Auch mit der Ästhetik der Bühne, die Kathrin Connan gestaltet und die sich von den Commedia dell’arte-Brettern übers Rokokotheater bis in unsere Gegenwart entwickelt, zeichnet er im Kleinen die Geschichte des Stoffs von Beaumarchais nach: »Le nozze di Figaro« ist das Mittelstück einer Trilogie, das vom Bretterbühnen-haften »Barbier von Sevilla« und dem Drama »La mére coupable«, das dem bürgerlichen Trauerspiel nahesteht, umrahmt wird.

Premiere ist am Samstag, 20. Juni um 18 Uhr.

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Sarah-Jane Brandon ist die Contessa d’Almaviva, Christoph Pohl ihr gräflicher Gatte, Emily Dorn gibt Susanna, Zachary Nelson den Figaro, Christina Bock ist Cherubino, Sabine Brohm die Marcellina und in weiteren Rollen singen Matthias Henneberg, Aaron Pegram, Tuuli Takala, Gerald Hupach und Alexander Hajek. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle sowie am Cembalo und Hammerklavier ist Omer Meir Wellber zu erleben.

Weitere Vorstellungen: 20., 23., 25. Juni und 2. Juli sowie ab September in der kommenden Spielzeit.

Außerdem ist die Produktion zum renommierten Opernfestival Savonlinna in Finnland eingeladen, wo sie am 13., 14., 16. und 17. Juli zu Gast ist.

Quelle: Semperoper

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APRIL 2015

Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra«

Am 10. April sind Marco Vratogna und Riccardo Zanellato, der an der Semperoper Dresden sein Hausdebüt gibt, als die Gegenspieler Simon Boccanegra und Jacopo Fiesco in Giuseppe Verdis von politischen Intrigen durchzogenem Melodramma »Simon Boccanegra« zu erleben. Die Inszenierung von Jan Philipp Gloger wird am 10. April um 19 Uhr wieder aufgenommen.
In weitere Rollen singen Marjorie Owens (Amelia), Zachary Nelson (Paolo Albiani), Evan Hughes (Pietro), Giorgio Berrugi (Gabriele Adorno), Christopher Tiesi (Hauptmann) und Birgit Fandrey (Magd von Amelia).
Pier Giorgio Morandi dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden.
Weitere Vorstellungen finden am 16., 19. und 25. April statt.

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Marco Vratogna
Der Bariton Marco Vratogna studierte in La Spezia und in Modena Gesang. Als Stankar in Verdis »Stiffelio« debütierte er 2000 mit großem Erfolg am Teatro Lirico Giuseppe Verdi in Triest. Von da an wurde der italienische Bariton an die wichtigsten Opernhäuser weltweit eingeladen, es folgten Engagements u.a. an der Metropolitan Opera in New York, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, am Royal Opera House Covent Garden in London, am Teatro alla Scala di Milano, am Teatro Real in Madrid, in der Arena di Verona, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Oper Frankfurt, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Berliner Staatsoper, an der Wiener Staatsoper, an der Semperoper Dresden, an der Bayerischen Staatsoper München, an der Oper Leipzig, an der Staatsoper Stuttgart, am Teatro La Fenice in Venedig. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Conte di Luna (»Il trovatore«), Paolo Albiani (»Simon Boccanegra«), Tonio (»Pagliacci«), Alfio (»Cavalleria rusticana«), Macbeth, Rigoletto, Nabucco, Jago (»Otello«), Scarpia (»Tosca«), Amonasro (»Aida«), Charles Gérard (»Andrea Chénier«) und Jack Rance (»La fanciulla del West«). An der Semperoper war der Sänger bereits mehrfach zu Gast, u.a. als Scarpia, Jago und Renato (»Un ballo in maschera«).

Riccardo Zanellato
Der aus Italien stammende Bass Riccardo Zanellato studierte Gesang bei Arrigo Pola und Bonaldo Giaiotti sowie klassische Gitarre an der Musikhochschule in Adria und ist Preisträger verschiedener internationaler Gesangswettbewerbe. Nach seinem Debüt in Gounods »Faust« sang Riccardo Zanellato die wichtigsten Partien seines Fachs an einer Vielzahl der renommiertesten Opernbühnen der Welt, wobei er sich vor allem als Verdi-Interpret einen Namen gemacht hat. Wichtige Engagements führten ihn u.a. als Banquo (»Macbeth«) an die Staatsoper Berlin, als Ludovico (»Otello«) an die Opéra Bastille in Paris, als Sparafucile (»Rigoletto«) an das Teatro alla Scala di Milano, als Ramphis (»Aida«) in die Arena di Verona sowie als Heinrich VIII. (»Anna Bolena«) an das Teatro Donizetti in Bergamo. Zusammen mit Plácido Domingo und José Carreras sang Zanellato 2001 unter der Leitung von Zubin Mehta in einer Verdi-Gala in Parma. Er gastierte u.a. als Barbarossa (»La battaglia di Legnano«) und Pater Guardiano (»La forza del destino«) in Parma, als Zaccaria (»Nabucco«) beim Savonlinna Opernfestival, in Parma, Florenz, Kopenhagen und Leipzig, als Ramphis (»Aida«) in Neapel, Mailand und Antwerpen, als Ferrando (»Il trovatore«) in Lausanne, als Graf Walter (»Luisa Miller«) in Barcelona und als Samuel (»Un ballo in maschera«) unter Antonio Pappano an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Die aktuellsten Engagements beinhalten u.a. Nabucco in Stuttgart, Verdis Requiem in Vilnius, Minnesota und Florenz (unter Daniele Gatti), wo er auch »I puritani« singt, »Norma« an der Opéra de Paris und Timur (»Turandot«) in Neapel.

Quelle: Semperoper

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MÄRZ

Uraufführung Astrid Lindgrens »Die Brüder Löwenherz«

Zu einem großartigen, hoffnungsstiftenden und ermutigenden Abenteuer hat Astrid Lindgren in ihrem Kinderbuchklassiker »Die Brüder Löwenherz« ernste Themen wie Krankheit und Tod verarbeitet. Nun gelangt der berührende Stoff als Musiktheater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Bühne in Semper 2. Am 14. März um 16 Uhr feiert die Komposition von Helmut Oehring mit einem Libretto von Stefanie Wördemann und der Audio- und Zuspielkonzeption von Torsten Ottersberg ihre Uraufführung. Mit dem ersten auf Lindgrens berühmtem Roman basierenden Musiktheater weltweit führen Helmut Oehring und Stefanie Wördemann ihr gemeinsames Schaffen fort, das Ausführende wie Publikum zu neuem Hören und Sehen und zum Verwandeln der eigenen Sicht- und Denkweisen auffordert.

Regie führt Walter Sutcliffe, die Ausstattung gestalten Timo Dentler und Okarina Peter, es singen und spielen Matthias Bauer, Sarah Maria Sun, Christina Bock, Christina Schönfeld, Wagner Moreira, Daniel Göritz, Timothy Oliver, Sebastian Wartig und Ilhun Jung. Erik Ona dirigiert das Ensemble der Lucerne Festival Alumni.

Weitere Vorstellungen finden am 16., 17., 18., 20., 22. (nachmittags und abends) und 23. März 2015 statt.

»Die Brüder Löwenherz« ist ein Auftragswerk der Semperoper Junge Szene, des Lucerne Festivals und des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.

Quelle: www.semperoper.de

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